Zeitung und Jugend

Reichweiten der Zeitung bei jungen Lesern

Auch Jugendliche lesen Zeitung! Die Lust an der Zeitungslektüre nimmt mit steigendem Alter zwar deutlich zu, dabei darf aber nicht vergessen werden, dass auch Jugendliche viel Zeitung lesen.

Drei von zehn Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren lesen jede Ausgabe einer Tages-/Wochen- und/oder Sonntagszeitung (30,8 Prozent). Bei den jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren beträgt der Anteil regelmäßiger Zeitungsleser sogar 44,1 Prozent (Mediaanalyse 2016 Pressemedien II).

Bezieht man zusätzliche die gelegentlichen Leser mit ein, dann lesen 72,8 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen zumindest gelegentlich Zeitung (WLK, d. h. mindestens einmal in den letzten 14 Tagen).

Zeitungen sind crossmedial und erreichen die Jugendlichen über die verschiedenen Zeitungskanäle

Die Zeitung ist heute längst mehr als ihre Printausgabe. Sie ist eine Quelle, die neben der gedruckten Fassung auf ganz unterschiedliche Arten genutzt wird: als iPad-App, ePaper, Mobile-Angebot oder eben als Online-Ausgabe.

Erst wenn man Print und Online als Ganzes betrachtet, ergibt sich ein realistisches Bild der Zeitungsnutzung. Zeitungen erreichen mit ihren Printausgaben (LpA) und Online-Auftritten (Nutzer pro Woche, NpW)* 76,5 Prozent der 14-29-Jährigen. Dabei wird klar, dass die Zeitungslektüre der 14- bis 29-Jährigen mit der reinen Printreichweite unterschätzt wird. Im Vergleich zur reinen Printreichweite gewinnen die Zeitungen mit der crossmedialen Gesamt-Nettoreichweite aus Print und Online 91 Prozent bei den jungen Lesern zwischen 14 und 29 Jahren.

JIM-Studie: Vertrauen in die Zeitung

Das Vertrauen junger Menschen in die Zeitung ist besonders hoch. Für die 12- bis 19-Jährigen ist die Zeitung glaubwürdiger als Fernsehen oder Internet.  Das zeigt die JIM-Studie.

Die Medienlandschaft konfrontiert Jugendliche nicht selten mit verschiedenen Sichtweisen und kontroversen Darstellungen zu den unterschiedlichsten Themen. Da ist es besonders wichtig, seriöse und glaubwürdige Informationsquellen herauszufiltern. Dass hierbei die Zeitungen auch bei den Heranwachsenden eine besonders hohe Glaubwürdigkeit genießen, zeigen die Ergebnisse der JIM-Studie 2016 (Jugend, Information, (Multi-) Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.

Zeitung ist am glaubwürdigsten

Die Jugendlichen wurden gefragt, welchem Medium sie bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten vertrauen. Für 41 Prozent der 12- bis 19-Jährigen ist die Zeitung am glaubwürdigsten. Platz zwei erreicht mit 24 Prozent das Fernsehen, gefolgt von Radio und Internet (18% bzw. 15%). Hier spielt die Zeitung ihre traditionelle Stärke aus: ihre Glaubwürdigkeit, die Leser sowohl den Print- wie den Onlineangeboten der Blätter attestieren.

Bei der Betrachtung der verschiedenen Altersgruppen wird deutlich, dass insbesondere die älteren Jugendlichen auf die Glaubwürdigkeit der Tageszeitung setzen (18-19 Jahre: 42%).

Auch Jugendliche mit höherer Bildung brechen eine Lanze für die Zeitung: Fast die Hälfte der Gymnasiasten hat größtes Vertrauen in das klassische Medium (46%).

Zur Methodik

Die Studienreihe JIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Telefonisch befragt werden jedes Jahr ca. 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren.

Die vollständige Studie finden Sie unter folgendem Link: 
JIM-Studie

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Eine komplette Präsentation, die Aufschluss über das Zeitungsnutzungsverhalten junger Menschen gibt, finden Sie unter folgendem Link:

Präsentation [555 KB]