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Redakteurin des Weser-Kurier erhält Henri-Nannen-Preis 2011

09.05.2011

Die besten Journalisten in Deutschland wurden am 6. Mai 2011 wieder mit dem renommierten Henri-Nannen-Preis geehrt. Die Chefreporterin Christine Kröger vom Weser-Kurier erhielt den "Henri 2011" für ihre investigative Recherchearbeit.

Christine Kröger hatte im vergangenen Jahr über einen Staatsanwalt in Hannover berichtet, der sich vor Jahren für eine Bordellbetreiberin eingesetzt hatte. Er war in dem Etablissement damals häufig zu Gast gewesen. Außerdem unterschlug Staatsanwalt Uwe Görlich brisante Beweismittel. Als schließlich gegen ihn ermittelt wurde, deckten ihn seine Kollegen in Hannover und Verden. Er entging so einer Anklage.

In ihrem Dossier „Im Zweifel für den Staatsanwalt“ hatte Christine Kröger diese Machenschaften akribisch recherchiert und aufgedeckt. Dies würdigte die Jury nun mit dem Henri Nannen Preis für die „beste investigative Leistung“. Die im Weser-Kurier veröffentlichte  Arbeit zeige, so die Jury, dass nicht nur die großen Magazine die investigative Kontrollfunktion der Presse wahrnehmen können. „Christine Kröger beweist mit ihren Dossiers auf bewundernswerte Weise, dass diese journalistische Kernaufgabe mit Ausdauer, Hartnäckigkeit und Mut auch von einer Regionalzeitung erfüllt werden kann.“

Der Henri Nannen Preis wurde erstmals 2005 verliehen. Die Auszeichnung soll Bestleistungen im deutschen Print- und Onlinejournalismus würdigen. Für den mit insgesamt 35.000 Euro dotierten „Henri 2011“ hatten sich Journalisten mit 791 Arbeiten aus 196 Publikationen beworben. Der Jury gehören renommierte Chefredakteure, Schriftsteller und Herausgeber an.

Alle Preisträger des Henri-Nannen-Preises 2011 erfahren Sie hier.

Hier lesen Sie das ausgezeichnete Dossier des Weser-Kurier „Im Zweifel für den Staatsanwalt", weitere News des Weser-Kurier finden Sie hier.