Die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnements-Zeitungen sanken 2008 konjunkturbedingt um 3,5 Prozent.
Die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnement-Zeitungen lagen in der Zeit von Januar bis Dezember 2008 um 3,5 Prozent unter den Werten des Vorjahreszeitraumes. Im 1. Quartal 2008 klangen noch die Ergebnisse des starken Jahres 2007 mit zahlreichen „Wir schenken Ihnen die Mehrwertsteuer“-Aktionen nach. Ab Herbst wurde die Finanzkrise spürbar. „So entwickelten sich die Stellenmärkte aus Wachstumsraten von über 20 Prozent kommend zunehmend negativ. Der Dezember erreichte gar ein Minus von 47 Prozent. Im Immobilienmarkt macht sich zunehmend bemerkbar, dass es zwar noch Käufer und Verkäufer gibt, aber keine Bank mehr, die Immobiliengeschäfte finanziert“, erläutert Markus Ruppe, Geschäftsführer der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft.
Gute Entwicklung bei den Großformen des Handels
Trotz der insgesamt rückläufigen Entwicklung bestätigten die national werbenden Großformen des Handels den Werbeträger Zeitung, was in einer erfreulichen Umfangssteigerung von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr Ausdruck fand. „Die Zeitungen profitieren von schwierigen Zeiten. Manch einer erinnert sich an das Abverkaufsmedium Nummer 1 und geht auf Nummer sicher“, so Markus Ruppe.
Der Rückgang bei den Lokalen Geschäftsanzeigen (-3,9 Prozent) im Jahresverlauf 2008 trägt der allgemeinen Werbezurückhaltung und den zunehmenden Unternehmensinsolvenzen im kleinen Einzelhandel Rechnung, die bei Handelsunternehmen stärker anstiegen als in anderen Branchen.
Stellenmärkte leiden gegen Ende 2008 unter den Auswirkungen der Finanzkrise
Die konjunkturelle Abschwächung und die Bankenkrise, die vielerorts zu Einstellungsstopps führte, beendete die in den ersten drei Quartalen noch sehr positiv verlaufende Entwicklung der Stellenmärkte abrupt im 4. Quartal, wodurch das Gesamtjahr mit einem moderaten Umfangsrückgang von 0,8 Prozent abschloss.
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