Informationsgesellschaft 2.0: Klassische Medien punkten / Vertrauenswürdigkeit entscheidendes Merkmal
Neue TNS Emnid-Studie „Informationsgesellschaft 2.0“
Als vertrauens- und glaubwürdige Nachrichtenquelle sind die Zeitungen unangefochten die Nummer 1. Im intermedialen Vergleich erzielt das Printprodukt regelmäßig den höchsten Wert bei der Frage nach der Glaubwürdigkeit. Dass es den klassischen Medien gelingt, diese Vertrauenswürdigkeit und Seriosität auch ins Internet zu verlängern, zeigt nun eine neue Studie der TNS Emnid Medienforschung.
Untersucht wurde das Informationsverhalten der Bundesbürger in der „Informationsgesellschaft 2.0“. Knapp 1.000 Befragte mit Internetzugang gaben Auskunft darüber, wie sie sich auf dem Laufenden halten und welche Informationsquellen sie bevorzugen. Ergebnis: Die klassischen Medien haben auch in der gegenwärtigen Medienrealität die Nase vorn, wenn es um das Konsumieren von Informationsangeboten geht. Nach wie vor nehmen die Zeitungen als Informationsquelle für aktuelle Nachrichten eine Spitzenposition ein.
Für drei Viertel der Befragten ab 14 Jahren ist die klassische Tageszeitung die Informationsquelle für das Weltgeschehen. Dabei nutzen gerade auch diejenigen, die regelmäßig durch das weltweite Netz surfen, besonders häufig Printprodukte als Nachrichtensquelle. In der Gruppe der unter 30-jährigen Onliner sind Tageszeitung und Internet als Informationsmedium inzwischen von nahezu gleicher Bedeutung.
Seriosität wird ins Netz übertragen
70 Prozent der deutschen Onliner geben „die Seriosität, die ein Internet-Anbieter sich in klassischen Medien erworben hat“, als wichtigstes Auswahlkriterium für Informations- und Nachrichtenangebote im Internet an. Klassischen Medienanbietern wie den Zeitungen gelingt es, die eigene Vertrauenswürdigkeit und Seriosität in das weltweite Netz zu übertragen. 61 Prozent der Internet-Nutzer vertrauen denjenigen Webseiten, deren Anbieter sie bereits als Verlag kennen, eher als den Webseiten anderer Anbieter. Ob eine Nachricht allerdings in der gedruckten Zeitung oder im Online-Portal steht, macht dabei für 58 Prozent keinen Unterschied mehr.
Wie relevant das Kriterium der Vertrauenswürdigkeit eines Mediums ist, belegt auch ein weiteres Studienergebnis: So erklärt sich knapp die Hälfte der Befragten (49) Prozent) bereit, für eine Nachrichtenquelle, der sie vertrauen und die sie nutzen wollen, auch zu zahlen. Was zählt, ist die Vertrauenswürdigkeit des Absenders – und die wird den Zeitungen auch in der Informationsgesellschaft 2.0 deutlich zugeschrieben.
Mehr infos unter http://www.tns-emnid.com/


