Im Rahmen des Zeitungsmonitors sind u.a. erschienen:

--> Case Studies
Diese betrachten Kampagnen, die erfolgreiche Zeitungswerbung dokumentieren.

--> Branchenreports
Diese betrachten die Entwicklungen einzelner Branchen über längere Zeiträume hinweg.

--> Markttrends
Diese greifen Veränderungen auf, die kurzfristig den Markt beherrschen.

--> Themenreports
Diese beschäftigen sich mit ausgewählten Themen wie Altersvorsorge oder Politik.

Merken, Mögen, Machen

Was in der Zeitung steht, wirkt besonders gut!
Eine Metaanalyse aus 100 Werbekampagnen.

MERKEN: Zeitungen verankern Botschaften

Werbung hat in der Regel verschiedene Wirkungsvoraussetzungen und -komponenten. Zwei besonders wichtige sind, dass Werbung erstens wahr genommen (Aufmerksamkeitsstärke) und zweitens im Gedächtnis abgespeichert wird (Erinnerungsleistung). Eine Metaanalyse mit dem ZMG Media Monitor - bis 2011 Zeitungsmonitor - belegt, dass die Aufmerksamkeitsstärke nicht so stark von der Höhe des Zeitungsanteils im Media-Mix abhängt. Dafür wurden Werbekampagnen von 100 Top-Werbungtreibenden zusammenfassend ausgewertet. Die eigentliche Stärke der Zeitung zeigt sich vielmehr in der Betrachtung der Erinnerungsleistung: Klassische Werbung scheint dann eine besonders gute Erinnerungsleistung zu erzielen, wenn die Zeitung im Media-Mix eine zentrale Rolle spielt. Es gilt: Um Werbebotschaften tief und nachhaltig im Gedächtnis kognitiv zu verankern, müssen die Konsumenten offensichtlich auch über ein Lernmedium wie die Zeitung angesprochen werden.

MÖGEN: Zeitungswerbung macht Marken sympathisch

Klassische Werbung soll den Verbrauchern den Markennamen und die Produktvorteile bekannt machen, damit sie sich in der Kaufsituation für das beworbene Produkt entscheiden. Als ideales Medium für diese Kommunikationsaufgabe gilt bei vielen Werbern das Fernsehen, über das sie „Geschichten“ erzählen können. Die Metaanalyse des ZMG Media Monitors zeigt jedoch, dass dies nicht der einzige Erfolg versprechende Weg ist. Vielmehr genießen Unternehmen, die in ihrer Werbekommunikation auf das Basismedium Zeitung setzen (Media-Mix-Anteil über 40%), eine größere Sympathie. Diese „sympathischeren Unternehmen“ sind zu einem ganz großen Teil Handelsunternehmen, die den Verbrauchern konkrete Vorteile in der Werbung klar kommunizieren.

MACHEN: Zeitungswerbung verkauft

Die Zeitung gilt im Werbemarkt als besonders effektives und effizientes Verkaufsmedium. Dieses Bauch- und Erfahrungsgefühl bestätigt der ZMG Media Monitor auf breiter empirischer Basis. Ein stärkerer Einsatz der Zeitungen ist über alle ausgewerteten 100 Kampagnen hinweg mit einem höheren Aktions- und Kaufimpuls verbunden.

FAZIT: Durch
den vermehrten Einsatz der Zeitung in Werbekampagnen gelingt es - bei vergleichbaren Mediakosten - deutlich bessere Wirkungen bei den zentralen Wirkungskomponenten zu erzielen und so den Werbeerfolg abzusichern: dies gilt für Erinnerungsleistung und kognitive Verankerung („Merken“), Sympathie („Mögen“) und Kaufimpulse („Machen“).

Details der Metaanalyse:

  • Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2008 wurden Werbekampagnen von 100 Top-Werbungtreibenden kumuliert, nach Media-Mix-Anteilen klassifiziert und ausgewertet.
      
  • Zur Klassifizierung der Kampagnen wurden drei Gruppen mit unterschiedlichen Media-Mix-Anteilen gebildet:
    1. Gruppe: Kampagnen mit geringem Anteil von Zeitung im Media-Mix (weniger als 20%)
    2. Gruppe: Kampagnen mit mittlerem Anteil von Zeitung im Media-Mix (zwischen 20% und 40%)
    3. Gruppe: Kampagnen mit hohem Anteil von Zeitung im Media-Mix (mehr als 40%)
     
  • Die 100 Kampagnen sind relativ gleichmäßig über die drei Gruppen verteilt.
      
  • Die durchschnittlichen Werbeausgaben in den drei Media-Mix-Gruppen sind vergleichbar, so dass der Einfluss des Werbedrucks neutralisiert ist.

Hier können Sie die Charts als PDF-Datei downloaden...


Fachartikel zur Metaanalyse finden Sie hier:

"Metaanalyse mit dem Zeitungsmonitor", erschienen in W&V Media 

"Was in der Zeitung steht, merkt man sich", erschienen in media spectrum