Marktdaten

Markttrends & Daten zur Entwicklung der Zeitungen

Die Zeitungen müssen sich schon zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt gegen rückläufige Anzeigenmärkte behaupten. Sie sind dabei, wie alle anderen klassischen Medien auch, Teil der globalen und nationalen ökonomischen Entwicklung, die sich im Anzeigenmarkt ebenso niederschlägt wie in den Budgets der Werbungtreibenden und Haushalte. Gleichwohl behaupten die Zeitungen ihre Stellung im Medienumfeld auch in Krisenzeiten erfolgreich.

Reichweite: 49,1 Millionen Leser jeden Tag

Laut der aktuellen ma Tageszeitungen 2010 beträgt die Reichweite der Tageszeitungen in der Gesamtbevölkerung 69,6 Prozent oder anders ausgedrückt: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger lesen Tageszeitungen.

Die Analyse der Leserschaftsstruktur der Tageszeitungen bestätigt, dass sie in allen Altersgruppen gelesen werden: 7,5 Millionen der 14 bis 29-Jährigen (Reichweite 49,4 Prozent), 16,1 Millionen der 30 bis 49-Jährigen (Reichweite 67,7 Prozent) und über 25,5 Millionen Menschen (Reichweite 80,7 Prozent) in der Altersgruppe der über 50-Jährigen lesen täglich mindestens eine Tageszeitung.

Unterteilt man die Tageszeitungen in die einzelnen Unterkategorien, zeigt sich folgendes Bild: Die regionalen Abonnementzeitungen weisen eine Reichweite von 56,9 Prozent auf, die Kaufzeitungen liegen bei 21,0 Prozent und die überregionalen Zeitungen erreichen täglich 5,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

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Zeitungen verkauften täglich 23,92 Millionen Exemplare

Die Zeitungen in Deutschland erzielten laut IVW (www.ivw.de) im 1. Quartal 2011 eine Gesamtauflage von rund 23,92 Millionen Exemplaren pro Erscheinungstag.

Die lokalen/regionalen Abo-Zeitungen sind dabei mit rund 13,50 Millionen verkauften Exemplaren die stärkste Zeitungsgattung. Die Kaufzeitungen setzten im 1. Quartal täglich rund 3,80 Millionen ab und die überregionalen Abo-Zeitungen kamen auf eine verkaufte Auflage von rund 1,56 Millionen Exemplaren.
Bei den wöchentlich erscheinenden Titeln zählten die Wochenzeitungen rund 1,85 Millionen Exemplare und die Sonntagszeitungen nochmals 3,21 Millionen.

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Netto-Gesamt-Umsätze der Zeitungen im Krisenjahr 2009 deutlich rückläufig

Die schwerste Wirtschaftskrise seit 60 Jahren hat auch bei den Zeitungen tiefe Spuren hinterlassen.

Laut BDZV (www.bdzv.de) verzeichneten die Zeitungen im Krisenjahr 2009 beim Gesamtumsatz aus Anzeigen, Beilagen und Vertrieb im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang von (-7,04 Prozent. (2008: € 9,09 Milliarden / 2009: € 8.46 Milliarden Euro). Davon entfielen 7.96 Milliarden (2008: € 8.54 Millionen) auf die Tageszeitungen, die damit ein Minus von 6,84 Prozent verkraften mussten.  

Positiv entwickelten sich die Vertriebserlöse mit einer Steigerung von gut 2 Prozent. Somit steuert der Vertrieb nun über die Hälfte der Gesamterlöse bei. Die Netto-Anzeigenerlöse gingen um 15,9 Prozent auf 3.9 Milliarden zurück. Dennoch sind die Zeitungen mit diesem Ergebnis trotz Krisenjahr auch 2009 der stärkste Werbeträger Deutschlands.

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