E-Paper-Auflage erstmals über 2 Millionen

Die E-Paper-Auflage der Zeitungen wächst um gut 20 Prozent. Täglich verkaufen die Zeitungen damit mehr als zwei Millionen digitale Zeitungsausgaben.

Die E-Paper-Auflage der deutschen Zeitungen ist im 2. Quartal 2020 um 20,81 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Die digitale Auflage hat damit erstmals die Zwei-Millionen-Grenze überschritten und liegt bei 2.003.448 verkauften Exemplaren pro Erscheinungstag. Damit sind knapp 13 Prozent der Gesamtauflage der Zeitungen inzwischen digital – etwa jede achte verkaufte Zeitung ist ein E-Paper.

Mehr als die Hälfte der verkauften E-Paper wird per regelmäßigem Abonnement bezogen. Im 2. Quartal 2020, dem „Corona-Quartal“, konnten die digitalen Abonnements um 18,71 Prozent zulegen.

Mit 1,48 Millionen täglichen Verkäufen entfällt das größte Stück vom E-Paper-Kuchen auf die Tageszeitungen. Davon verbuchen die lokalen und regionalen Abo-Zeitungen täglich 1,14 Millionen Verkäufe für sich, ein Plus von 15,88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die überregionalen Titel verkaufen täglich 255.568 Exemplare (+20,31 Prozent), die Kaufzeitungen 86.032 (+2,68 Prozent).

Besonders stark ist das Wachstum bei den Sonntagszeitungen: Mit 322.403 Verkäufen übertreffen sie das Vorjahresquartal um satte 43,97 Prozent. Auch die Wochenzeitungen konnten mit einem Plus von 29,13 Prozent überproportional zulegen und verkaufen von jeder Ausgabe 200.244 E-Paper.

Das zeigt die Auflagenstatistik der ZMG auf Basis der aktuellen IVW-Erhebung für das zweite Quartal 2020. Insgesamt meldeten 194 Zeitungen ihre E-Paper-Auflagen an die IVW (2019: 192).

Download Charts zur E-Paper-Auflage der deutschen Zeitungen im 2. Quartal 2020.