Werbeverweigerer

Mehr Werbeverweigerer 2017

Immer mehr Menschen wünschen keine Werbesendungen im Briefkasten. Bundesweit verweigern 24,9 Prozent der Haushalte explizit den Einwurf von Direktwerbung.

Unadressierte Postwurfsendungen kommen nicht gut an. Ein Viertel der Haushalte in Deutschland (24,9 Prozent) verweigert den Einwurf von Direktwerbung. Tendenz steigend: 2016 lag die Werbeverweigerer-Quote noch bei 24,1 Prozent, im Jahr zuvor zierte der Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen“ 23 Prozent der Briefkästen.

Vor allem in Ballungsräumen und größeren Städten ist die Zahl der Werbeverweigerer überdurchschnittlich hoch. Unter anderem in Frankfurt, München, Stuttgart oder Heidelberg möchte mehr als die Hälfte der Haushalte keine Werbung im Briefkasten vorfinden. In den zehn größten deutschen Städten bleibt an jedem dritten Briefkasten die Werbeluke zu. Spitzenreiter ist die Universitätsstadt Tübingen: Hier verwehren 74,8 Prozent der Haushalte den Einwurf von Direktwerbung. Das zeigt eine ZMG-Auswertung der Prospekt-Service-Online (Stand: März 2017).

In Zeitungen sind Prospekte relevant

Schafft es die Direktwerbung in den Briefkasten, heißt das noch lange nicht, dass sie auch willkommen ist. Mehr als die Hälfte der Deutschen entsorgt die gesamte oder einen Teil der Direktwerbung umgehend. Weniger als die Hälfte aller Direktwerbesendungen wird mit in die Wohnung genommen und erhält überhaupt die Chance, gelesen zu werden.

Von den Verbrauchern deutlich mehr wertgeschätzt werden Beilagen in Tageszeitungen. Zwei Drittel (67 Prozent) würden Beilagen oder Anzeigen in der Zeitung vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Drei Viertel der Deutschen heben die Prospekte aus der Zeitung sogar auf bzw. nehmen sie direkt zum Einkauf mit ins Geschäft, wie die „Zeitungsqualitäten 2017“ belegen.

„Die Adblocker-Rate am Briefkasten steigt. Zeitungen sind die Alternative zur Direktwerbung: Sie sind explizit erwünscht und erreichen mit jedem Exemplar 2,6 Leser. Ihre größten Fans (25 Prozent) reichen die Zeitung sogar in den Nachbarhaushalt. Zeitungsbeilagen werden aktiv für die Einkaufsplanung genutzt, statt ungelesen im Papiermüll zu landen", kommentiert ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe.

Übersichtskarte „Werbeverweigerer“

Auf der Übersichtskarte „Werbeverweigerer 2017“ hat die ZMG die Werbeverweigerer-Quoten nach Stadt- und Landkreisen grafisch dargestellt. Eine vollständige Liste der einzelnen Stadt- und Landkreise der Bundesländer zeigt, dass die Werbeverweigerung in Großstädten und Städten mit hohem Studentenanteil am höchsten ist (Stand: März 2017)

Download Übersichtskarte der Werbeverweigerer 2017

Werbeverweigerer-Quote nach Stadt- und Landkreisen 2017

Werbeverweigerer-Quote in Orten ab 50.000 Einwohner 2017

Informationen zur Werbewirkung von Prospekten und Beilagen in der Zeitung finden Sie hier.