Werbeverweigerer

Zahl der Werbeverweigerer steigt auf 29,3 Prozent

Bundesweit verweigern 29,3 Prozent der Haushalte explizit den Einwurf von Direktwerbung in ihren Briefkasten.

Unadressierte Postwurfsendungen kommen nicht immer gut an. Mehr als ein Viertel der Haushalte in Deutschland untersagen den Einwurf von Direktwerbung. Tendenz steigend: 2021 lag die Werbeverweigerer-Quote bei 28,5 Prozent, im Jahr zuvor zierte der Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen“ 27,7 Prozent der Briefkästen.

Vor allem in Ballungsräumen, größeren Städten und Städten mit hohem Studentenanteil ist die Zahl der Werbeverweigerer überdurchschnittlich hoch. Unter anderem in München, Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Nürnberg oder Heidelberg möchte mehr als die Hälfte der Haushalte keine Werbung im Briefkasten vorfinden. In den zehn größten deutschen Städten bleibt an mehr als jedem dritten Briefkasten die Werbeluke zu. Spitzenreiter unter den Orten ab 50.000 Einwohnern sind München (65,2% Werbeverweigerer), Erlangen (64,8%). Das zeigt eine Auswertung der ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft von Daten des Postaktuell-Manager (Stand: März 2022).

In Zeitungen sind Prospekte relevant

Schafft es die Direktwerbung in den Briefkasten, heißt das nicht immer, dass sie auch willkommen ist. 65 Prozent der Deutschen werfen einen Teil oder alle direktverteilten Prospekte gleich weg (ZMG-Bevölkerungsumfrage 2020).

Von den Verbrauchern deutlich mehr wertgeschätzt werden Beilagen in Tageszeitungen. Fast die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent) würde Beilagen oder Anzeigen in der Zeitung vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Und 58 Prozent der Zeitungsleser heben die Prospekte aus ihrer Zeitung auf bzw. nehmen sie direkt zum Einkauf mit ins Geschäft, wie die ZMG-Studie „Zeitungsqualitäten 2022“ dokumentiert.

Übersichtskarte „Werbeverweigerer“

Auf der Übersichtskarte „Werbeverweigerer 2022“ hat die ZMG die Werbeverweigerer-Quoten nach Stadt- und Landkreisen grafisch dargestellt. Eine vollständige Liste der einzelnen Stadt- und Landkreise der Bundesländer zeigt, dass die Werbeverweigerung in Großstädten und Städten mit hohem Studentenanteil am höchsten ist (Stand: März 2022)

Download Übersichtskarte der Werbeverweigerer 2022