Werbeverweigerer

Wie Werbung ankommt

Beilagen und Anzeigen in der Zeitung sind willkommene Einkaufshilfen. Direktwerbung im Briefkasten möchten fast 30 Prozent der Haushalte dagegen lieber nicht haben

Unadressierte Postwurfsendungen sind nicht immer gern gesehen. Mehr als ein Viertel der Haushalte in Deutschland untersagen den Einwurf von Direktwerbung. An 29,3 Prozent der Briefkästen heißt es „Bitte keine Werbung einwerfen“.

Vor allem in Ballungsräumen, größeren Städten und Städten mit hohem Studentenanteil ist die Zahl der Werbeverweigerer überdurchschnittlich hoch. Unter anderem in München, Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Nürnberg oder Heidelberg möchte mehr als die Hälfte der Haushalte keine unadressierte Werbung im Briefkasten vorfinden. In den zehn größten deutschen Städten bleibt an mehr als jedem dritten Briefkasten die Werbeluke zu. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft von Daten des Postaktuell-Manager.

Zeitungswerbung kommt gut an

Deutlich mehr wertgeschätzt werden dagegen Prospekte in den Tageszeitungen. Fast die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent) würde Beilagen oder Anzeigen in der Zeitung vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Und 58 Prozent der Zeitungsleser heben die Prospekte aus ihrer Zeitung sogar auf oder nehmen sie direkt zum Einkauf mit ins Geschäft. Die Anzeigen selbst werden als besonders glaubwürdig und zuverlässig wahrgenommen (81 Prozent). Auch die werbenden Geschäfte profitieren vom Qualitätsimage: 76 Prozent der Zeitungsleser empfinden sie als seriös, zeigt die ZMG-Studie „Zeitungsqualitäten 2022“.

Besonders angesichts der steigenden Verbraucherpreise und des erhöhten Kostenbewusstseins der Konsumenten bekommen Zeitungsanzeigen des Handels verstärkt Bedeutung für die Einkaufsplanung. So bestätigen 69 Prozent der Leserinnen und Leser, dass ihnen Anzeigen in der Zeitung helfen, preiswerte Angebote auszuwählen.
Mehr zur Werbeleistung der Zeitungen zeigen die Infografiken auf www.zeitungsqualitäten.de.

Übersichtskarte „Werbeverweigerer“

Auf der Übersichtskarte „Werbeverweigerer 2022“ hat die ZMG die Werbeverweigerer-Quoten nach Stadt- und Landkreisen grafisch dargestellt. Eine vollständige Liste der einzelnen Stadt- und Landkreise der Bundesländer zeigt, dass die Werbeverweigerung in Großstädten und Städten mit hohem Studentenanteil am höchsten ist (Stand: März 2022)

Download Übersichtskarte der Werbeverweigerer 2022